Stud­ie zur Aus­wirkung von Smart­phones auf die Aufmerksamkeit

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Paderborn in der New York Times

Allesk?nner im Hosentaschenformat: Das Smartphone ist inzwischen elementarer Bestandteil unseres Alltags – mit erheblichen Konsequenzen für die geistige Leistungsf?higkeit. Denn: Das Handy lenkt ab. Und zwar selbst dann, wenn es ausgeschaltet auf dem Tisch liegt. Das haben Jeanette Skowronek, Andreas Seifert und Prof. Dr. Sven Lindberg von der Universit?t Paderborn schon vor ein paar Jahren herausgefunden. Ihre vielbeachtete Studie, die im Nature-Journal ?Scientific Reports“ ver?ffentlicht wurde, schl?gt noch heute hohe Wellen. 

Am 27. M?rz hat beispielsweise die New York Times (NYT) einen Gastbeitrag des Georgetown-Professors und Bestseller-Autors Cal Newport ver?ffentlicht. Der Artikel erschien sowohl online als ?Guest Essay“ in der ?Opinion Section“ als auch in der gedruckten ?Sunday Review“ – der meistgelesenen Ausgabe der NYT. Newport argumentiert darin für eine gesellschaftliche Wende im Umgang mit digitaler Ablenkung und nimmt Bezug auf die Paderborner Studie. Dass das notwendig ist, best?tigt auch Prof. Lindberg, Leiter der Klinischen Entwicklungspsychologie an der Universit?t Paderborn: ?Aufmerksamkeit entsteht nicht von allein — sie ist ein aktiver Prozess, den wir schützen müssen. Unsere Studie zeigt, dass schon die blo?e Pr?senz des Smartphones diesen Schutz untergr?bt. Was es braucht, ist ein Kulturwandel im Umgang mit digitaler Ablenkung.“ 

Es gibt bisher nur wenige Studien, die sich mit ausgeschalteten Smartphones besch?ftigen. ?Deshalb leistet unsere Arbeit einen wichtigen Beitrag zur bestehenden Forschung“, so Prof. Lindberg. Das Team hat in einem kontrollierten Experiment mit Teilnehmer*innen im Alter von 20 bis 34 Jahren Konzentrations- und Aufmerksamkeitstests durchgeführt. Das Ergebnis: Die Proband*innen ohne Smartphone haben eine signifikant h?here Aufmerksamkeitsleistung gezeigt.

Laut Prof. Lindberg lohnt sich ein einfacher Trick: ?Das Handy in einem anderen Raum lassen, wenn es um Aufgaben mit hoher Konzentration geht. Das allein reduziert bereits negative Auswirkungen auf die Aufmerksamkeit und kognitive Leistung. Nur den Bildschirm abzudecken oder das Handy auszuschalten, reicht leider nicht“, betont der Experte.

Die Studie kann hier eingesehen werden.

 

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Prof. Dr. Sven Lindberg

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